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Gesundheitsgärten

Problemlage

In unserer Gesellschaft herrscht häufig ein Zustand vom unbewussten Konsum mit industriell hergestellten Lebensmitteln. Unsere Lebensmittel, welche wir in unseren Discountern erwerben reisen zum Teil interkontinental in die Verkaufsstände wenig entfernt vor unsere Haustüre. Einige Studien besagen, dass bei bestimmten Discountern ca. 50% der Lebensmittel anschließend in der „Tonne“ landen.

Mit unserem Projekt wollen wir die Ressourcen (human und infrastrukturell) nutzen, so dass wir als Konsumenten einen nachhaltigen Einfluss und einen neuen Weg zu „unserem“ Obst und Gemüse selbst beeinflussen können. Sowohl im ländlichen wie städtischen Bereich gibt es auf privaten wie öffentlichen Flächen theoretisch ausreichend Platz, damit wir uns selbst mit Obst und Gemüse versorgen könnten.

Unsere Landwirtschaft zum Großteil geprägt durch monokulturellen Anbau durch den Einsatz von Pestiziden und Düngemittel, gepaart mit Klimakatastrophen wie Dürreperioden und Unwettern, führt kurz- oder langfristig zu einem erhöhten Ertragsausfall und unbrauchbarerem Boden, des weiteren zu einer Verringerung der Artenvielfalt von Flora und Fauna

Unser Plan

Die Gesundheitsgärtner werden dem allgemeinen Trend entgegen verfügbare private sowie öffentliche Flächen zum nachhaltigen Anbau von Obst und Gemüse nutzen. Im öffentlichen und privaten Raum bestehen ausreichend Flächen welche genutzt werden sollen. Viele potenziell verfügbare Flächen werden oftmals mit unnatürlichem Rasen kultiviert. Dieser hat einen hohen Pflege- und Wasserbedarf im Gegensatz zu einer Obstwiese oder einem Bauerngarten mit verschiedenem Gemüse und Kräutern, die durch gleichen Wasser- und Pflegeeinsatz Lebensmittel für uns bereitstellen können.

Unsere Ziele

Menschen sollen zusammengebracht werden, um sich gegenseitig zu helfen. Der Garten dient als Medium der Begegnung und des Austauschs. Alle Menschen können und dürfen teilhaben. Die Gartenarbeit und das soziale Miteinander stellen sowohl präventive, gesundheitsfördernde sowie rehabilitative Maßnahmen dar.

Brachliegende öffentlich ineffektiv genutzte Flächen sollen aktiviert und gemeinschaftlich genutzt werden. Private Flächen welche altersbedingt nicht mehr genutzt und bewirtschaftet werden können sollen aktiviert und als Gemüsegarten genutzt werden. Die Gärten werden von Gesundheitsgärtnern des Projektes betreut.

Generationenübergreifendes Vermitteln und Austausch: Die Einbindung von Kindern und Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen soll gewährleistet werden. Es soll die Begegnung und der Austausch zwischen den Generationen gefördert werden, sowie das Weitergeben der Fähigkeiten und des Wissens der Älteren an die jüngere Generation. Dies soll dazu beitragen eine lebendige und dynamische Gemeinschaft im Stadtteil oder Dorf zu schaffen.